Treffen der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen
Mönchengladbach. Regelmäßig trifft sich der Arbeitskreis Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungstellen im Koordinationskreis Kirchlicher Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen. Am 18. Februar 2016 war das Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach Tagungsort. Leiter Karl Sasserath begrüßte neben Vertretern der Arbeitslosenzentren und Beratungsstellen aus Krefeld und Düren, dem Vertreter und den Vertreterinnen aus Oberbruch und Aachen auch Wolfgang Cohnen als Referent für Arbeitslosenarbeit im Bistum Aachen. Als zusätzlichen Gast freuten sich die Anwesenden auf Anne Gollenbeck von der Beratungsgesellschaft G.I.B. NRW aus Bottrop. Die Gesellschaft für innovativ Beschäftigungsförderung begleitet für das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) in NRW das durch die Europäische Gemeinschaft geförderte Landesprogramm Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen. Neben dem Stand der Dinge im Antragsverfahren des MAIS NRW fand der Austausch über erste Aktivitäten im neuen Jahr, das Gespräch zur bewährten Praxis bzw. zu neuen Herausforderungen statt. Intensiv wurde die starke Zunahme von Flüchtlingen für die Erwerbslosenberatungsstellen erörtert. Die Teilnehmenden gehen dabei davon aus, dass spätestens dann, wenn Flüchtlinge eine Arbeitserlaubnis erhalten und mit der Anspruchsberechtigung auf Leistungen nach dem Arbeitslosengeld II die bisherigen Zielgruppen der Erwerbslosenberatungsstellen ausweiten werden. Migration und Flucht verlangen eine kultursensible Ansprache. Anne Gollenbeck, fachliche Begleiterin des Förderprogramms bei der G.I.B. NRW sagte zu, Interkulturalität und die kultursensible Ansprache im Rahmen des fachlichen Begleitprogramms in diesem Jahr zu berücksichtigen.
Es fand eine kurze Nachbetrachtung der Veranstaltung „10 Jahre Hartz IV“ in Krefeld statt. Der dort vorgestellte Forderungskatalog soll beim nächsten Treffen mit Beteiligung von Hans Peter Sokoll vom Arbeitslosenzentrum Krefeld diskutiert werden.
Intensiv tauschten sich die Anwesenden über das Landesprogramm „Starke Quartiere – Starke Menschen“ aus. Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Landes NRW im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Stadt“. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) in NRW hatte die durch das ESF-Landesprogramm geförderten Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen gebeten, mit ihren Kompetenzen und Ressourcen die Quartiere zu stärken. Klaus Pentzlin vom Arbeitslosenzentrum Düren berichtete, dass er ein solches Angebot an die Stadt Düren gerichtet hat. Von der Verwaltung erhielt er eine schriftliche Bestätigung (letter of intent) zu seinem Angebot. Karl Sasserath berichtete von anderen Erfahrungen in Mönchengladbach. Obwohl das Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach sich als aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderter Träger umgehend nach der Aufforderung durch das MAIS NW an der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) für die Fortschreibung der „Sozialen Stadt Rheydt“ beteiligt hatte, findet sich dieses Angebot im schriftlichen Konzept nicht wieder. Anders als in Düren erhielten Bewerber in Mönchengladbach auch keine schriftlichen Eingangsbestätigungen (letter of intent). Wünschenswert für Mönchengladbach wäre, wenn das gute und transparente Verfahren auch in Mönchengladbach zukünftig Schule machen würde.
Vor dem Heimweg wurde der gelungene Austausch mit einem gemeinsamen Mittagessen im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach abgerundet.








