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Die Stadt Mönchengladbach fördert Projektbereiche des Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e.V.

 

Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse: "Bündnis fair fahren" berät LKW-Fahrende bei Amazon in Rheindahlen

Zu den Aufgaben der Beratungsstelle Arbeit im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach gehört die Bekämpfung ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse. Dazu wurde das "Bündnis Fair fahren" in Mönchengladbach gegründet. Aus unserer Stadt gehören dem Netzwerk auch der DGB und die Stiftung Volksverein an. Am Samstag, dem 8. Oktober 2022 ging es wieder nach Amazon in Mönchengladbach-Rheindahlen. Wieder konnten die Beraterinnen und Berater viele Gespräche mit den LKW-Fahrern, die Waren für Amazon in ganz Europa befördern, führen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von Faire Mobilität, Faire Integration, dem Projekt "Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten" in Trägerschaft von Arbeit und Leben DGB/VHS NRW und Verdi-Bezirk Niederrhein wurden die Fahrer über ihre Rechte aufgeklärt.

Seit dem 1. Oktober 2022 gehört dazu das Recht auf Bezahlung mit dem Mindestlohn, der auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland 12,- EURO brutto pro Arbeitsstunde beträgt. Immer wieder ließ sich bei den Beratungsgesprächen feststellen, dass die Speditionen den Fahrern, die für Amazon die Waren transportieren, nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Auch ein geregeltes Urlaubsgeld oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle wurde den Fahrern, die sich dazu äußern, nicht gewährt.

 

Die Bilder dokumentieren auch die nach wie vor fehlende Infrastruktur bei Amazon in Rheindahlen. Obwohl am Tag mehr als 120 Lastkraftwagen in Rheindahlen be- und entladen werden, existieren dort keine Wasch- und Ruheräume mit Duschen und Toiletten. Auch Schlafräume oder Kochgelegenheiten fehlen. Der fertige Fahrplatz am Standort soll aus unerfindlichen Gründen erst im Herbst eröffnet werden. Wochen- und monatelang leben die Fahrer in den Fahrkabinen ihrer Fahrzeuge.

Obwohl Amazon die Fahrziele und Ankunftszeiten über eine Relay-App den Fahrern vorgibt, bedient sich der Konzern bei seiner Transportlogistik des Einsatzes von Fahrern, die nicht bei Amazon sondern die bei Unternehmen in Litauen oder Polen angestellt sind. Fazit: Weiterhin bleibt für das „Bündnis fair fahren“ zur Bekämpfung ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse in Mönchengladbach viel zu tun.

Einen ausführlichen Bericht findet ihr auf Facebook