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Ruth Buchanan EIN GARTEN MIT BRÜCKEN (Wirbelsäule, Magen, Kehle, Ohr)
Ein Projekt für die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10-17 Uhr

Die Stadt Mönchengladbach fördert Projektbereiche des Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e.V.

 

Die Neue ist eine Ordensfrau
Schwester Tris, eine Indonesierin, hilft mit im Arbeitslosenzentrum in Stadtmitte

Das gab es noch nie: Eine Ordensfrau arbeitet mit im Arbeitslosenzentrum (ALZ) Mönchengladbach.

Schwester Tris ist eine zierliche Frau, sie lächelt viel, schaut oft nachdenklich und ist hilfsbereit wie aufmerksam. Die 40-Jährige gehört der Congregation der Nachfolge Jesu an. Das ist quasi der „Schwesterorden“ der Steyler Missionsschwestern. Die wiederum engagieren sich mit viel Erfolg im „Treff am Kapellchen“, kurz TaK, an der Rudolfstraße 9 in Waldhausen neben der zuletzt gründlich renovierten Brandts-Kapelle.

Dass die Indonesierin Tris im ALZ mitarbeitet, hat mehrere Gründe. So kümmern sich die Steyler Schwestern im TaK ebenso um benachteiligte Personen wie das Team im Arbeitslosenzentrum. Schwester Tris will daher „praktische Erfahrungen“ sammeln. Mehr noch: Da ihre deutschen Sprachkenntnisse ausbaufähig sind, kann sie hier Deutsch lernen. „Es wird von Tag zu Tag besser“, ist sie ganz stolz. Und lacht. Dann spricht sie kurz mit einer Besucherin, die das Mittagessen zu sich genommen hat. Und nach einem kurzen, wenn auch holprigen (aber für beide Seiten verständlichen) Plausch räumen Schwester und Besucherin Geschirr und Besteck weg.

Schwester Barbara Roßmadl, Steyler Missionsschwester und 1. Dame im Tak, ist überaus zufrieden mit der Situation um Mitschwester Tris. Da sich das Tak und das ALZ um Menschen am Rande unserer Gesellschaft kümmern, bot sich die Kooperation geradezu an. Die junge Indonesierin lerne nicht nur „besseres Deutsch, sie erlebt auch das andere Deutschland“. Gemeint: In der Republik leben nicht nur Reiche, wie vielfach kolportiert, sondern auch (zu viele) arme Menschen. „So bekommt Schwester Tris ein realistisches Bild von Deutschland“, sagt Schwester Barbara. Sie und ALZ-Leiter Karl Sasserath vereinbarten den kooperativen Austausch.

Wie lange der dauert, steht noch nicht genau fest. Erst einmal kommt die Schwester montags, donnerstags und freitags. Mal hilft sie in der Küche, mal spricht sie mit Besucher*Innen. „Schon ihr Lachen und ihre Hilfsbereitschaft tun mir gut“, sagt eine 64-jährige Arbeitslose. Sie kommt regelmäßig zum Mittagessen; selbst kochen fällt ihr wegen einer akuten Arthrose sehr schwer. Schwester Tris beschreibt ihre Hilfe so: „Ich kann hier was geben, helfen und unterstützen.“

Die 40-Jährige arbeitete zuletzt mit Mitschwestern in Italien, danach ging es im kleinen Schwesternteam nach Aachen und jetzt nach Gladbach. Schon jetzt freut sich die junge Frau auf die Weihnachtsfeier des ALZ am 11. Dezember mit etwa 140 Bedürftigen in der Villa Leisse der Städtischen Kliniken Rheydt. Hier ist sie ein gern gesehener Gast.

Mehr Infos zum TaK und ALZ
tak(at)stiftung-volksverein.de
www.arbeitslosenzentrum-mg.de

Text: Herbert Baumann, Fotos: Georg Beer