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Ruth Buchanan EIN GARTEN MIT BRÜCKEN (Wirbelsäule, Magen, Kehle, Ohr)
Ein Projekt für die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10-17 Uhr

Die Stadt Mönchengladbach fördert Projektbereiche des Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e.V.

 

Beratungsangebote im ALZ Mönchengladbach vertiefen die Zusammenarbeit mit dem GrenzInfoPunkt rhein-maas-nord

Fietsen, Frietjes, Frikandel: Mönchengladbach liegt im Grenzgebiet zu den Niederlanden. Neben Einkauf und Ausflug haben die Niederlande jedoch noch mehr zu bieten. Das Potenzial des niederländischen Arbeitsmarkts zum Beispiel zeigt sich in den Zahlen der Grenzpendler: Rund 45.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wohnen in Deutschland und arbeiten in den Niederlanden (Stand 2023).

Die Grenzregion als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken, ist ein zentrales Anliegen der fünf Euregios entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Die Euregios sind Zusammenschlüsse aus deutschen und niederländischen Gemeinden, Städten, Landkreisen und mehr. Teil der euregio rhein-maas-nord sind auf niederländischer Seite u. a. Venlo und Roermond sowie auf deutscher Seite zum Beispiel der Kreis Viersen und die Stadt Mönchengladbach.

Die Geschäftsstelle der euregio rhein-maas-nord befindet sich im Nordpark Mönchengladbach, Konrad‑Zuse‑Ring 6, 41179 Mönchengladbach. Unter ihrem Dach arbeitet auch der GrenzInfoPunkt (GIP) als Erstinformationsstelle für Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Finanziert wird der GIP aus öffentlichen Mitteln, die sich aus Beiträgen der euregio-Mitglieder, des Landes NRW, der Provinz Limburg und des niederländischen Sozialministerium SZW zusammensetzen. Der GIP ist als EURES-Partner auch Teil des europäischen Kooperationsnetzwerk von Arbeitsvermittlungen zur Förderung der Freizügigkeit in der EU.

Austausch mit dem Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach

Julia Dillmann, EURES-Beraterin des GrenzInfoPunkt euregio rhein-maas-nord, initiierte einen fachlichen Austausch mit den verschiedenen Beratungsangeboten des Arbeitslosenzentrums Mönchengladbach. Das Treffen fand am Donnerstag, 20.08.2026, in der Geschäftsstelle der Euregio statt.

Im Rahmen des Austauschs stellte Frau Dillmann die Arbeit der Euregio vor und gab eine fundierte Einführung in das niederländische Sozialversicherungs- und Steuersystem sowie in die arbeitsrechtlichen Besonderheiten für Grenzgängerinnen und Grenzgänger.

Entwicklungen im Grenzarbeitsmarkt

Frau Dillmann berichtete, dass etwa jede siebte beschäftigte Person in Nord- und Mittel-Limburg in Deutschland wohnt. Im Bericht des niederländischen Statistikamts (CBS), dem Zahlen aus dem Jahr 2023 zugrundliegen, heißt es: „Deutsche Grenzpendler arbeiteten vor allem in Limburg, Gelderland und Overijssel sowie in etwas geringerem Maße in Nordbrabant. Von allen Regionen verzeichnete Nordlimburg mit seiner größten Stadt Venlo mit 9.000 Personen die größte Gruppe von Pendlern aus Deutschland. Davon hatten 3.000 die deutsche Staatsangehörigkeit und 3.000 die polnische.“ Quelle: https://www.cbs.nl/nl-nl/nieuws/2025/19/in-2023-iets-meer-grenspendelaars-vanuit-duitsland-en-belgie

Unterschiede im Arbeits- und Sozialrecht

Im Austausch wurden zahlreiche Unterschiede zwischen den beiden Ländern deutlich – etwa beim Mindestlohn. Während der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland für alle Altersgruppen einheitlich gilt, ist er in den Niederlanden nach Alter gestaffelt:

Mindestlohn pro Stunde nach Alter (Brutto, Stand: 1. Juli 2026)
21 Jahre und älter: € 14,99
20 Jahre: € 11,99
19 Jahre: € 8,99
18 Jahre: € 7,50
17 Jahre: € 5,92
16 Jahre: € 5,17
15 Jahre: € 4,50

Quelle: https://www.rijksoverheid.nl/themas/werk/minimumloon/bedragen-minimumloon/bedragen-minimumloon-2026

Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit dem 1. Januar 2026 13,90 € pro Stunde (zuvor 12,82 € im Jahr 2025) und steigt zum 1. Januar 2027 auf 14,60 €.

„Die reinen deutschen und niederländischen Löhne lassen sich jedoch nur schwer vergleichen“, so Julia Dillmann. Das tatsächlich zur Verfügung stehende Einkommen sei sehr individuell. Und weiter: „Das liegt an Unterschieden in der Besteuerung und den Sozialabgaben, Steuervergünstigungen insbesondere für Menschen mit weniger Einkommen, sowie die Möglichkeit von Zuschlägen und Familienleistungen.“ Auf welche Leistungen potentiell Recht besteht, darüber kann der GrenzInfoPunkt individuell informieren: https://grenzinfo.eu/

Fazit

Nach zwei Stunden intensiven Austauschs waren sich alle Beteiligten einig, dass das grenzüberschreitende Netzwerk gestärkt wurde. Die Zusammenarbeit soll auch künftig fortgeführt und weiter vertieft werden.

Praktische Hinweise / Kontakte für Ratsuchende

GrenzInfoPunkt rhein-maas-nord

Konrad-Zuse-Ring 6
41179 Mönchengladbach
T: +49 (0)2161 6985 503
Kontaktformular
E-Mail: GrenzinfoPunkt@euregio-rmn.eu

Information und Anmeldung für die Sprechstunden in Venlo und Roermond: https://grenzinfo.eu/rmn/sprechtage/

Der GrenzInfoPunkt ist Ansprechpartner für Arbeiten, Wohnen und Leben im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Er bietet unabhängige, leicht zugängliche und kompetente Beratung zu Steuern und Sozialversicherungen sowie Unterstützung durch ein starkes Netzwerk spezialisierter Behörden. Die Informationen umfassen alle Lebensphasen – von Beruf und Familie bis hin zum Ruhestand.

Informationen zur niederländischen Betriebsrentenreform Webinar und weiterführende Hinweise: https://grenzinfo.eu/web-seminar-zur-niederlaendischen-betriebsrentenreform/

Service GrenzArbeit Venlo

Prinsessesingel 10
5911 HT Venlo

Tel.: +31 (0)77 356 7670
Kontaktformular
Email:
venlo(at)grenzarbeit.eu

Sprechstunden:
Montag: 09:00 – 12:00 Uhr
Dienstag: 14:00 – 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 12:00 Uhr

Der Service GrenzArbeit Venlo ist eine gemeinsame Initiative deutscher und niederländischer Arbeitsmarktpartner, die Menschen und Unternehmen beim Arbeiten und Rekrutieren über die Grenze hinweg unterstützt. Im Verbund mit den Agenturen für Arbeit Krefeld und Mönchengladbach, dem Jobcenter Kreis Viersen, dem UWV sowie der Arbeitsmarktregion Noord-Limburg bietet der GrenzInfoPunkt Mönchengladbach umfassende Beratung zu allen Fragen rund um Beschäftigung im Nachbarland.

Der Service GrenzArbeit begleitet Arbeitnehmende, die eine Stelle jenseits der Grenze suchen, und Arbeitgebende, die Personal aus dem Nachbarland gewinnen möchten. Dazu gehören Informationen zu Sozialversicherung und Steuern, Unterstützung bei Bewerbungen und Anerkennung von Berufsabschlüssen sowie Angebote für Arbeitgeber wie Informationsveranstaltungen oder Job-Speed-Dates. Weiterführende Informationen: Service GrenzArbeit Venlo.

Infostelle für niederländisches Arbeitsrecht (Juridisch Loket)

Das Juridisch Loket bietet in Venlo eine regelmäßige Sprechstunde an der neuen Adresse: Boulevard Hazenkamp, Albert Verweystraat 6–8, 5921 AZ Venlo‑Blerick.

Für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten in verletzbaren Positionen gibt es eine offene Sprechstunde ohne Termin: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 13:00–15:30 Uhr. https://www.juridischloket.nl/contact/venlo-blerick-servicepunt/

Mehrsprachige Kontaktmöglichkeiten zum Beispiel auf Polnisch: https://www.juridischloket.nl/pl/ und Ukrainisch: https://www.juridischloket.nl/ua/ Weitere Sprachen über das Flaggensymbol oben rechts.

Arbeiten in den Niederlanden pdf